Schöner geht’s nicht: Saisonstart der TWC bei strahlendem Sonnenschein

Nürburgring, 31. März 2019

Die Eifel zeigte sich am letzten Tag im März von seiner allerbesten Seite. Nicht wie vorhergesagt 4-6 Grad und Schneeregen sondern bestes Fahrerwetter bescherte den Teams einen freundlichen und gelungenen Einstand in die Saison im Rahmen des FHR Trackdays.

Nachdem bereits am Vorabend die Boxen bezogen waren, trafen sich die Teams mit über 30 Mann zum gemeinsamen Abendessen in der Pistenklause und stießen auf eine erfolgreiche Saison 2019 an.

Neu dabei: Kris Nissen mit seiner bezaubernden Frau Lou, die beide aus der Schweiz zum Ring gekommen waren, um ihren Einstand zu feiern. Schön war auch, dass Familie Wittmann und Familie Esser sowie Dr. Stefan Flöck und Michl Maier den Abend zum Kennenlernen genutzt haben.

Schön, dass auch unsere „alten Bekannten“ Harald GrohsChristian Menzel und Alexander Burgstaller schon am Vorabend angereist waren. So gab es wieder schöne Bilder und Geschichten aus der guten alten Zeit mit jeder Menge Spaß.

Neu im kleinen Kreis der TWC Orga Team: Sabine- mit Ellen Schmidt und Roland Schüll stellten sich vor.

Folgende Teams und Fahrer waren mit ihren Autos angereist:

Bei herrlichem Wetter und optimalen Bedingungen ging es dann am Sonntag früh, kurz vor 8:00 Uhr, auf die Strecke. Die Fahrer und Teams nutzen dabei die Gelegenheit, ihre Rennfahrzeuge nach der langen Winterpause zu bewegen.

Da und dort gab es nach dem Jahreswechsel mehr oder weniger Rüstarbeiten vor dem Start. Während der eine mit größeren Problemen zu kämpfen hatte, waren es beim anderen Kleinigkeiten wie Boardspannung oder Batterie, die den Start etwas verzögerten. Bedauerlicherweise konnten Jens Böhler, angereist mit dem schönen Castrol M3 und Gerhard Füller auf dem sonst so schnellen Opel Vectra STW, keine einzige Runde drehen. Beide aber halfen dort aus, wo es eben ging und hatten trotzdem ihren Spaß, wieder am Ring zu sein.

Für das Team Wittmann, um Vater Herbert und seine Jungs Nico und Marco hingegen lief es erst durchwachsen aber am Ende konnten sie ihren ex Quester DTM M3 zum Freude aller Fans unüberhörbar über die Strecke bewegen.

Routinier Kris Nissen, der das erste Mal seit 1992 wieder in einem M3 E30 Platz nahm, war sichtlich zufrieden, obwohl ein sich festsetzender Bremssattel die Fahrt gegen Nachmittag jäh stoppte. Mehr als ein paar Runden waren für den Dänen nicht drin, der sich aber die Laune nicht verderben ließ und schon den nächsten Test-Run mit den Derichs Jungs arrangierte – nebst einer Liste von Verbesserungen, die er sich für die Saison wünscht. Wie immer schnell und effizient, freut sich Kris auf sein Deja-vu mit einem DTM M3. Mit etwas Glück sieht er schon bald seinen 1992er ex Unitron DTM M3 in Spa oder am Oldtimer Grand Prix wieder.

Chris Esser mit Sohn Aaron kamen mit ihrem DRM Opel Kadett C, den sich Chris mit Harald Grohs schon 1981 teilte, erst am Nachmittag dazu, weil Chris für diverse Profi Einsätze noch Vorbereitungen treffen musste. Das Auto ging nach der Restauration erstmalig auf die Strecke und funktionierte auf Anhieb. Der schöne DRM Bolide hat das Zeug zum Publikumsliebling und startet in der Division 3 – die dieses Jahr eigens für die schönen DRM Autos im TWC Reglement ergänzt wurde.

Marc Henerici, ex WTCC Pilot und Vorreiter einer ganzen Sim-Racing Gemeinschaft, hatte seinen Spaß und spulte mit Papa Achim auf dem mitgebrachten Langstrecken M3 einige Runden ab, ehe sie sich gegen Nachmittag verabschiedeten.

Neuzugang und Youngster Thomas Schmidt, deren Familie das ganze Jahr über die Tourenwagen Classics organisatorisch begleiten wird, reiste mit einem wunderschönen Gruppe N BMW E36 325i aus dem Jahr 1992 an. Der originale Werkswagen fuhr erst in der DTT und später mehrere 24 Stunden Klassensiege für BMW und Hauptsponsor FINA ein.

Michl Maier, der sympathische Nürnberger, drehte erstmalig mit dem ex Auto von Stephan „Pipo“ Piepenbrink  seine Runden und reichte auf Anhieb nur ein paar Sekunden auf Pipo heran, mit dem er sich dieses Jahr sein Auto teilt. Michl freut sich schon sehr auf die Saison und zählt zu den Urgesteinen im Motorsport. Echte Kerle – so könnte man sein Team beschreiben.

Oliver Sellnick hielt die Mercedes Fahne hoch und fuhr mit seinem unproblematischen DTC Auto den ganzen Tag lang problemlos über die Strecke. Oliver gehört zu den geselligen Fahrern im Feld und zählt mit seinem 190er Mercedes im Camel Design zu den meist fotografierten Teams im Feld.

Sicherlich den modernsten, aber nicht minder attraktiven Rennwagen brachte Jörg Koslowsky an den Start. Der Unternehmer aus Eschweiler wird vom Profi Team um Mike Heupp betreut und gehört zu den Schnellsten an diesem Tag. Der BMW E46 WTCC ist ein originales Werksauto, das in Spanien für den Münchner Konzern Weltmeisterschaftspunkte einfuhr. Wunderschön aufgebaut nach original Spezifikation leistet der Bayer etwa 280 PS und dürfte den Super Tourenwagen nur wenige Zehntel nachstehen. Mit Jörg als Fahrer allerdings vielleicht auch nicht, wir werden sehen…

Marc Henerici  jedenfalls schwelgte beim Anblick des hochdrehenden 6-Zylinders in Erinnerungen – pilotierte er als Profi damals selbst drei Jahre lang einen BMW WTCC Werks-Rennwagen.

Alexander Burgstaller sorgte nicht nur mit seiner imposanten Erscheinung für Aufsehen im Fahrerlager. Er hatte auch sichtlich Spaß mit dem ex DTM Auto von Olaf Manthey aus dem Jahr 1986. Der 325i Gruppe A aus dem Hause Vogelsang leistete unermüdliche Arbeit und wurde erst abgestellt, als der Tank (140 Liter) leer war. Der sympatische Bayer zählt zu den unkomplizierten ex Profis und ist bei Jung und Alt beliebt.

Zum Thema beliebt: Harald Grohs ist wie Kris einer der erfolgreichsten Piloten im ehemaligen Profi-Kader. Auch neben der Strecke. Und dass dies heute noch so ist, beweist er sogar bei Testfahrten wie dieser, wenn es nur darum geht, einen neuen Motor einzufahren. Der Wahl Mallorquiner hat es sich nicht nehmen lassen, extra von der Insel rüber zufliegen, um höchstpersönlich seinen Einsatz-Motor (hoffentlich der einzige) für die Saison einzufahren. Ab 8:00 Uhr spulte er mit Derichs und seinem „Schwatten“ das volle Programm routinemäßig ab, um dann gegen Nachmittag zu seiner Angelika zurück zu kehren. Ein Phänomen dieser Mann.

Überhaupt war der FHR Trackday sehr gut besucht und Teilnehmer wie Fans kamen alle auf ihre Kosten. Die Stimmung war ansteckend gut und die benachbarte EnkeBox trug ihr Übriges dazu bei.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer sowie dem FHR Team um Michael Thier. Wir kommen nächstes Jahr gerne wieder!

Eure TWC-Orga

 
 
 

Privat: TWC-Online-Shop

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