Direkte Kampfansage

Nach dem Rennwochenende am Lausitzring ging es für die Tourenwagen Classics-Teams nach nur drei Wochen Pause wieder weiter. Der TT Circuit Assen, etwa 20 Kilometer südlich von Groningen, auf dem alljährlich die Motorradweltmeisterschaft Halt macht, ist so etwas wie ein Geheimtipp unter den Fahrern. Neben den langen Geraden ist das Streckenlayout flüssig und für den Tourenwagensport genau gemacht.

Die Starterliste war mit 26 Teilnehmern und sieben Ex-Profis wieder gut gefüllt. Besonders erfreulich war die Tatsache, dass bei dieser Rennveranstaltung im Rahmen des Deutschen Tourenwagen Masters 10 000 Besucher auf den Tribünen zugelassen waren. Die Überraschung des Wochenendes war André de Vries. Der Niederländer war im Golden-Ära- Rennen für Gerhard Füller zum ersten Mal eine ernsthafte Konkurrenz. Nach der Startfreigabe setzten sich Gerhard Füller im Opel Vectra und André de Vries im BMW M3 E30 vom Rest des Feldes ab und lieferten sich ein beherztes Duell. Das Rennen musste aber schon nach der ersten Runde neutralisiert werden, weil Marc Hessel seinen BMW E46 DTC nach einer Kollision mit Aufhängungsbruch abstellen musste. Nachdem sein Auto geborgen worden war und die Rennleitung das Rennen wieder freigegeben hatte, konnte sich de Vries wieder in Führung setzen. Letztendlich musste er aber doch wieder Gerhard Füller passieren lassen, weil dieser schnellere Zeiten fahren konnte. Mit 12 Sekunden Vorsprung gewann am Ende er das Rennen vor André de Vries.


Um den letzten verbliebenen Podestplatz kämpften jeweils in einem BMW M3 E30 Kris Nissen, Otto Rensing, Marc Sessing und Sjaco Griffione. Über das ganze Rennen hin zeigten sie Tourenwagensport vom Feinsten und hatten insgesamt weniger als eine Sekunde Abstand. Kris Nissen spielte seine ganze Routine aus, ließ sich von den Duellen im Rückspiegel nicht beeindrucken und sicherte sich den dritten Platz. Das Hauptrennen am Sonntag fand unter regnerischen Bedingungen statt. In der Startaufstellung
fehlte allerdings André de Vries, den eine alte Sportverletzung zur Aufgabe zwang. Auch Peter Mücke musste aus gesundheitlichen Gründen auf einen Start verzichten und überließ seinem Sohn Stefan den Zakspeed Ford Capri Turbo. Das ganze Rennen lang lief das breite, bullige Coupé aus der Deutschen Rennsport Meisterschaft wie ein Uhrwerk.

Stefan Mücke fuhr ein fehlerloses Rennen und gewann unangefochten vor Gerhard Füller mit einer Runde Vorsprung. Auf den dritten Platz kam Peter Stox auf einem originalen Porsche 964 Cup ins Ziel. Während sich wie am Samstag die schnelle BMW M3 E30 – Fraktion duellierte und z.T. selbst eliminierte, konnte der Niederländer sich Stück um Stück nach vorne kämpfen und wurde mit diesem Platz auf dem Podium belohnt.

Vom 18. bis 20. September gastiert die Tourenwagen Classics wieder im Rahmen des Deutschen Tourenwagen Masters am Nürburgring. Mit dem vorletzten Lauf in der Eifel geht die Meisterschaft in die finale Phase.

Ergebnisse: Qualifying 1Qualifying 2Rennen Golden ÄraRennen ProAm

Entry-Form: 5. Lauf DTM Nürburgring 18.-20. September 2020

Die Rennen im Re-Live

Bilder: Verena Schwarz, Rainer Dolle & Marc Boels

 
 
 

TWC-Online-Shop

Diese Seite benutzt Cookies. Weitere Infos hierzu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.